Neue EC-Karte der Sparkasse mit Funk ausgestattet

Ab Mitte April 2012 sollen die ersten Test-EC-Karten mit einem eingebauten Funkchip für eine Bezahlung ohne Eingabe der PIN und Unterschrift ausgeteilt werden. Das Pilotprojekt wird in den Räumen Braunschweig, Wolfsburg und Hannover starten und betrifft vorerst Kunden der Sparkassen und Genossenschaftsbanken.

Die neuen Girokarten funktionieren durch eine integrierte Technik, der sogenannten Near Field Communication (NFC), bei der ein Informationsaustausch zwischen Karte und Scangerät der Kasse erfolgt. Dies ist jedoch vorerst nur auf Kleinbeträge bis zu 20 Euro beschränkt.
Um eine Bezahlung vornehmen zu können, halten Kunden lediglich ihre Girokarte, welche sie vorher mit einem maximalen Guthaben von 200 Euro aufgeladen haben,  an ein Scan-Gerät und schon wird der entsprechende Betrag von der Karte abgebucht.

Mit dieser Technik ist die Sparkasse jedoch nicht allein. Schon im vergangenen Jahr sorgte Google mit seinem digitalen Bezahlsystem Google Wallet für Aufsehen. Auch die Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa haben schon seit längerem diese Art der Bezahlung für sich entdeckt.
Die deutschen Banken, wie Commerzbank und die Deutsche Bank, halten sich mit der Einführung der Funkkarten zurück. Erst wenn die Ergebnisse des einjährigen Versuches Erfolg versprechen, könnten auch sie nachrüsten. Die EC-Karte ist bisher von den Kunden noch nicht als vollständiges Bezahlmittel akzeptiert worden. Etwa 60 Prozent der Kunden setzen immer noch ganz nach dem Motto „Nur Bares ist Wahres“ auf ein Bezahlen mit Bargeld.

Etwa 1,2 Millionen neue Karten will die Sparkasse an ihre Kunden verteilen. Bis zum Ende des Jahres sollen diese auf 16 Millionen aufgestockt werden. Die Genossenschaftsbanken dagegen wollen vorerst nur 150.000 Karten verteilen. Bezahlen können Kunden mit der neuen EC-Karte beispielsweise bei Edeka, an Esso-Tankstellen, bei Douglas, Thalia, Hussel und Appeltrath-Cüpper.

Mit der neuen EC-Karte sind auch Vor- und Nachteile verbunden. Ein Vorteil wäre der Spareffekt auf das Personal, da durch die schnellere Bezahlung weniger Kassen besetzt werden müssen. Dadurch könnte Personal eingespart werden.

Für das dann eingesparte Personal könnte sich wiederum der bittere Beigeschmack der Arbeitslosigkeit ergeben. Aber auch das Bezahlen an sich könnte negative Folgen haben, wenn die Karte einmal verloren geht. Fremde Personen hätten dann die Möglichkeit ganz ohne Eingabe der PIN oder eine Unterschrift leisten zu müssen, über das Guthaben zu verfügen.

Quelle: welt.de

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